am Hungertuch nagen (WddU – ‚Hungertuch‘).
WddU – ‚Hungertuch‘: „1500 ff.“
Das Phrasem wird in den Belegen folgendermassen verwendet:
WddU – ‚Hungertuch‘: in Armut leben; Hunger leiden. Das Hungertuch wurde während der Fastenzeit in der Kirche vor dem Altar niedergelassen und sollte die Bußgesinnung steigern. Das Fasten war früher ernstlich ein Hungern. Die Wendung lautete ursprünglich »am Hungertuch nähen«. Daß aus dem Nähen ein Nagen wurde, hängt wohl zusammen mit der Metapher vom nagenden Kummer, vom nagenden Hunger u. ä.
Das Phrasem kommt in folgenden Textsorten vor:
Das Phrasem wird in folgenden sprachlichen Kontexten verwendet: