Neue Suche | Filtern: von bis  

(a) der Geist entflieht (14✕) 

Formale Varianten in Wörterbüchern

  • der Geist enflieht (DWB – ‚Geist‘).

Diachrone Angaben dazu in Wörterbüchern

  • WddU – ‚Geist‘: „1920ff.“

  • WddU – ‚Geist‘: „1958“

  • WddU – ‚Geist‘: „1910ff.“

Transformationen

Das Phrasem wird in den Belegen folgendermassen verwendet:

  • 100% im Aktiv (A) / 0% im Passiv
  • 100% in positiver Form (+) / 0% in negierter Form
  • 92,9% als Aussage / 7,1% als Frage (?)
  • 0% satzwertig (S) / 100% satzteilwertig

Bedeutungen

  • (a) sterben (11✕) 
    Angaben dazu in Wörterbüchern
    • Adelung: sterben

    • DWB – ‚Geist‘: sterben

    • DWB – ‚Seele‘: anderes für sterben

    • DWB – ‚verschnicken‘: versnicken, den letzten atemzug thun, verscheiden

    • Duden 11 – ‚Geist‘: sterben

    • LdSpR – ‚Tod‘: hochsprachlicher Euphemismus für ›sterben‹

  • (b) nicht länger funktionieren (3✕) 
    Angaben dazu in Wörterbüchern
    • Duden 11 – ‚Geist‘: kaputtgehen, nicht mehr funktionieren

    • WddU – ‚Geist‘: nicht länger funktionieren

  • (c) einen argen Mißerfolg erleiden (0✕) 
    Angaben dazu in Wörterbüchern
    • WddU – ‚Geist‘: einen argen Mißerfolg erleiden

  • (d) dem Alkohol entsagen; sich in einer Trinkerheilanstalt befinden (0✕) 
    Angaben dazu in Wörterbüchern
    • WddU – ‚Geist‘: dem Alkohol entsagen; sich in einer Trinkerheilanstalt befinden

  • In den Belegen wird das Phrasem zu 100% idiomatisch  und zu 0% wörtlich gebraucht
  • In 0% der Belege wird der phraseologische Gebrauch metasprachlich angezeigt
  • Explizite Hinweise auf die Bedeutung des Phrasems finden sich in 7,1% der Belege

Gebrauch

Das Phrasem kommt in folgenden Textsorten vor:

  • (a) Belletristik: 100%
  • (b) Zeitungs-/Zeitschriftentext: 0%
  • (c) Fachtext: 0%

Das Phrasem wird in folgenden sprachlichen Kontexten verwendet:

  • (a) konzeptionell schriftlicher Kontext: 78,6%
  • (b) konzeptionell mündlicher Kontext: 21,4%

Beschreibung der kulturhistorischen Entwicklung

Angaben in Wörterbüchern

  • DWB – ‚Geist‘: „auch den geist aufgeben, der geist entflieht u. ä. zeigt geist sachlich noch als leben, obwol sich da zugleich eine andere vorstellung unterlegt (s. d). a) jetzt einfach den geist aufgeben, sterben, auch schon im 16. jahrh. und mhd.: on Christus am kreuze, wie auch bei LUTHER Luc. 23, 46 urspr. gab er den geist auf für verschied er (e̕xépneusen, expiravit). wenn im 16. jh. MAALER 164c den geist aufgäben nur mit edere animam erklärt, so war der eigentliche sinn schon verdunkelt; die Römer hatten übrigens in reddere spiritum eine entsprechende wendung, die denn auch eine ähnliche ergänzung fordert, wie unsere. b) das aufgeben ist ja eig. ein übergeben (eig. 'auf' die hand), die volle wendung eig. den geist gott aufgeben, wie Christus am kreuze: mlat. auch mit anima (wie noch franz. rendre l'âme), z. b. animam Christo reddidit WIDUKIND 3, 74. die volle wendung mit geist doch auch noch im 16. 17. jahrh. (s. u. aufgeben 4) und wenigstens dem grundgedanken nach noch in neuerer zeit, obwol nicht mehr in vollem ernste“

  • DWB – ‚Seele‘: „auffälliger weise sagt man nicht leicht die seele aufgeben, während den geist aufgeben das allergewöhnlichste ist“

  • Duden 11 – ‚Geist‘: „Die Wendung ist in ihrer ersten Bedeutung biblischen Ursprungs (Klagelieder Jeremia 2,12)“

  • LdSpR – ‚Tod‘: „Die Wendung ist biblischen Ursprungs und kommt zuerst Klgl 2,12 vor“

  • Duden 11 – ‚Geist‘: „Die Wendung ist in ihrer ersten Bedeutung biblischen Ursprungs (Klagelieder Jeremia 2,12)“