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(a) gute Ader an jmdm. (32✕) 

Formale Varianten in Wörterbüchern

  • an jmdm. ist keine gute Ader (Adelung).

  • an jmdm. ist keine gute Ader (Borchardt).

  • an jmdm. ist kein gutes Äderchen (DWB – ‚Äderchen‘).

  • jmd. hat eine gute Ader (DWB – ‚Ader‘).

  • an jmdm. ist keine gute Ader (LdSpR – ‚Ader‘).

Transformationen

Das Phrasem wird in den Belegen folgendermassen verwendet:

  • 96,9% im Aktiv (A) / 3,1% im Passiv
  • 15,6% in positiver Form (+) / 84,4% in negierter Form
  • 93,8% als Aussage / 6,2% als Frage (?)
  • 21,9% satzwertig (S) / 78,1% satzteilwertig

Bedeutungen

  • (a) er taugt ganz und gar nichts (3✕) 
    Angaben dazu in Wörterbüchern
    • Adelung: er taugt gar nichts

    • Borchardt: er taugt ganz und gar nichts

    • DWB – ‚Funke‘: er ist nicht das geringste werth, hat nicht die geringste gute eigenschaft

    • DWB – ‚Haar‘: er ist nicht das geringste wert

    • LdSpR – ‚Ader‘: er taugt ganz und gar nichts

  • (b) jmd. / etw. besitzt die bezeichnete Eigenschaft oder Fähigkeit (29✕) 
    Angaben dazu in Wörterbüchern
    • OLdPhras: -

  • In den Belegen wird das Phrasem zu 100% idiomatisch  und zu 0% wörtlich gebraucht
  • In 0% der Belege wird der phraseologische Gebrauch metasprachlich angezeigt
  • Explizite Hinweise auf die Bedeutung des Phrasems finden sich in 21,9% der Belege

Gebrauch

Das Phrasem kommt in folgenden Textsorten vor:

  • (a) Belletristik: 87,5%
  • (b) Zeitungs-/Zeitschriftentext: 0%
  • (c) Fachtext: 12,5%

Das Phrasem wird in folgenden sprachlichen Kontexten verwendet:

  • (a) konzeptionell schriftlicher Kontext: 71,9%
  • (b) konzeptionell mündlicher Kontext: 28,1%

Beschreibung der kulturhistorischen Entwicklung

Angaben in Wörterbüchern

  • Adelung: „wird Ader auch wohl figürlich für das Blut in den Adern gebraucht“

  • DWB – ‚Funke‘: „wie man auch sagt es ist kein gutes haar an ihm [...] im positiven sinne aber kommt auch vor es ist noch éin guter funke in ihm“

  • LdSpR – ‚Ader‘: „Die Adern galten von der Antike bis ins Mittelalter vielfach als Sitz des Seelen- und Gemütslebens (daher wohl auch französisch ›veine‹ = Ader und Glück; mauvaise veine = Unglück). Man glaubte, im Menschen seien gute und böse Adern vereinigt, daher sagt man bis heute von einem bösen Menschen: ›Es ist keine gute Ader an ihm‹ und rühmt von einem vortrefflichen: ›An dem ist keine falsche Ader‹“